Wallbox kaufen für dein E-Auto - Worauf muss ich achten und welche Unterschiede gibt es?

Bild von user6702303 auf Freepik
Wer bereits ein Elektroauto besitzt, hat sich mit dem Thema Wallbox bestimmt schon einmal auseinandergesetzt bzw. hat sich schon einmal überlegt ob die Anschaffung einer Wallbox Sinn macht. In diesem Blogbeitrag werden wir nochmal näher darauf eingehen worauf ihr beim Kauf einer Wallbox achten solltet, ob eine Anschaffung überhaupt Sinn macht und welche Unterschiede es gibt.
Was ist eine Wallbox?
Eine Wallbox ist eine Ladestation, die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt wurde. Sie wird an der Hauswand, (im besten Fall in der Garage oder Carport), installiert und erleichtert das Laden seines Elektrofahrzeugs im Gegensatz zur normalen Haushaltssteckdose erheblich.
Ist die Anschaffung einer Wallbox sinnvoll?
Da das Laden an einer Wallbox bzw. Ladestation wesentlich schneller, sicherer und effizienter geht als an der Haushaltssteckdose, macht es auf jedenfall Sinn sich eine Wallbox zu Hause installieren zu lassen.
Was sind die Vorteile einer Wallbox?
Wichtig zu wissen ist, dass das Laden mit der haushaltsüblichen Steckdose nur eine Notfalllösung darstellen sollte, da es bei Überlastung zu einem Kurzschluss oder sogar einem Brand kommen kann. Für lange Ladezeiten und hohem Dauerstrom, die ein Elektrofahrzeug benötigt, sind die Steckdosen nicht ausgelegt. Eine Wallbox hingegen kann eine Überlastung des Stromnetzes vermeiden und ermöglicht damit eine sichere Ladung. Hinzu kommt, dass die Ladezeit an einer Wallbox erheblich geringer ist. Das Laden an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose kann schon mal zwischen 8 und 14 Stunden dauern, während sich die Ladezeit an einer Wallbox auf 2 bis 6 Stunden verringern lässt. Dabei kommt es auf die Leistung des Akkus und der Wallbox an.
Was kostet eine Wallbox?
Die Preisspanne für eine Wallbox bewegt sich zwischen 500 bis über 2500 Euro, dabei kommt es natürlich auf die Ladeleistung und die Ausstattung der Wallbox an. Hinzu kommen noch die Kosten für die Installation, die durch einen Elektrofachbetrieb durchgeführt werden muss. Dieser prüft, ob der vorhandene Stromanschluss für das Laden an der Wallbox ausreichend ist oder ob ein Starkstromanschluss neu gelegt werden muss. In dem Fall können schon mal mehrere tausend Euro allein für die Installation zusammen kommen.

Bild von prostooleh auf Freepik
Gibt es Zuschüsse für eine Wallbox?
Da die Förderung von Wallboxen durch den Bund ausgelaufen ist, ist eine KfW-Förderung für private Haushalte momentan nicht möglich. Allerdings gibt es noch Förderprogramme von einzelnen Bundesländern und Kommunen. In NRW zum Beispiel gibt es für Privatleute bis zu 1.000 Euro Zuschuss für eine Wallbox. Bei Errichtung einer neuen Photovoltaik-Anlage gibt es sogar bis zu 1.500 Euro.
Außerdem gibt es bei Voltori, in Verbindung mit dem THG-Quotenverkauf, die Möglichkeit bei einigen Anbietern, die Wallbox vergünstigt bzw. umsonst zu erhalten.
Wie zum Beispiel: The Mobility House
Bei beiden Anbietern erhält man die Wallbox umsonst, wenn die THG-Prämie beim jeweiligen Anbieter über 3 Jahre beantragt wird. Wer sich nicht für 3 Jahre binden möchte, kann auch die THG-Quote nur für 1 Jahr verkaufen und einen Gutschein für die Wallbox erhalten.

Bild von frimufilms auf Freepik
Welche Unterschiede gibt es bei den Wallboxen?
Zuerst sollte man darauf achten, dass der Ladestecker zum Elektroauto passt. Allerdings sollte das das Problem mit den verschiedenen Steckertypen mittlerweile weitgehend behoben worden sein. Wichtiger zu wissen ist, welcher On-Board-Lader im Auto vorhanden ist. Manche E-Autos laden die Batterie nur über eine Phase, welches die Ladedauer verlängert, daher integrieren die modernen Elektroautos zwei – oder dreiphasige On-Board-Lader. Daher macht es eventuell mehr Sinn sich eine dreiphasige Wallbox zu kaufen, da diese nur geringfügig mehr kostet und für alle E-Autos geeignet ist, die mehrere Stromphasen nutzen können.
11 kW oder 22 kW Wallbox?
Aktuell sind zwei verschiedene Varianten der Wallbox auf dem Markt vertreten. Dabei wird zwischen 11 kW oder 22 kW Ladeleistung unterschieden. Mit der 22 kW Wallbox kann man sein Elektroauto also doppelt so schnell aufladen als mit der 11 kW Wallbox. Man sollte sich allerdings die Frage stellen, ob eine 22 kW Wallbox überhaupt nötig ist, wenn man sein Elektroauto sowieso die meiste Zeit über Nacht auflädt. Denn die 11 kW Wallbox schafft, je nach Batteriegröße des E-Autos, eine Vollladung innerhalb von 5-8 Stunden. Somit kann man beruhigt am nächsten Morgen mit seinem vollgeladenen E-Auto zur Arbeit fahren.
Die 22 kW Wallbox macht aber vor allem dann Sinn, wenn das Elektrofahrzeug nur kurze Standzeiten haben darf, wie zum Beispiel bei E-Firmenwagen oder E-Transporter, die schnell wieder zum Einsatz kommen müssen.
Durch die langsamere Ladezeit mit der 11 kW Wallbox kann auch die Lebensdauer des Akkus länger sein als beim schnellen Laden mit der 22 kW Wallbox, da die Belastung durch die hohe Ladeleistung doppelt so groß ist.
Fazit
Wie bereits erwähnt ist die Ladezeit mit der 22 kW Wallbox doppelt so schnell als bei dem Modell mit 11 kW. Allerdings sind diese leistungsstarken Wallboxen deutlich teurer und brauchen außerdem eine Genehmigung vom Netzbetreiber, während die 11 kW Wallbox „nur“ gemeldet werden muss. Für Elektrofahrzeuge, die vor allem privat genutzt werden, reicht also eine Wallbox mit 11 kW also völlig aus, bei E-Dienstwagen oder Transportern, die ständig im Einsatz sind, sollte man eine Wallbox mit höher Leistung in Erwägung ziehen.